Stadt Bayreuth

Begriffe

Erl?uterung der wichtigsten Begriffe im Zusammenhang mit der Einführung der gesplitteten Abwassergebühr

Abflusswirksame Fl?che
Hierbei handelt es sich um die Fl?chen, von denen tats?chlich Niederschlagswasser in die ?ffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung geleitet wird. Eine Terrasse, von der anfallendes Niederschlagswasser in den davor liegenden Garten zur Versickerung geleitet wird, ist keine abflusswirksame Fl?che. Diese Fl?che geht nicht in die Berechnung der Niederschlagswassergebühr mit ein.

Eine Auffahrt hingegen, von der das Niederschlagswasser abweichend vom Regelfall der Entw?sserungssatzung in die st?dtische Kanalisation der davor liegenden Stra?e geleitet wird, ist eine abflusswirksame Fl?che und geht in die Berechnung ein.

Ebenso werden Dachfl?chen als abflusswirksame Fl?chen einbezogen, wenn anfallendes Niederschlagswasser der ?ffentlichen Abwasserbeseitigungseinrichtung zugeführt wird.

Abwasser
Definition gem?? DIN 4045:
„Nach h?uslichem, gewerblichem oder industriellem Gebrauch ver?ndertes, insbesondere verunreinigtes abflie?endes, auch von Niederschl?gen stammendes und in die Kanalisation gelangendes Wasser“.

Anlagen zum Speichern von Niederschlagswasser
siehe „Zisternen“

Befestigte Grundfl?che
Als befestigte oder vollversiegelte Fl?che gelten alle Fl?chen, die durch menschliches Einwirken so verdichtet sind, dass die natürliche Versickerungsf?higkeit des Bodens nicht nur unerheblich ver?ndert wurde. Dies betrifft insbesondere?die Fl?chen eines Grundstücks, deren Oberfl?che mit Asphalt, Beton, Platten, Pflastersteinen etc. versehen ist.

Direkte Einleitung
Das anfallende Niederschlagswasser wird in die ?ffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung geleitet. Es ist dabei unerheblich, ob die Einleitung?über den Anschlusskanal des Grundstücks oder über ?ffentliche Fl?chen (Stra?en, Pl?tze oder Wege) in die Stra?enkanalisation erfolgt.

Entscheidend ist, dass vor der Ableitung keine Zisterne mit Notüberlauf an die Kanalisation vorgeschaltet ist (indirekte Einleitung).

Gesplittete Abwassergebühr
Die Abwassergebühr wird getrennt nach Schmutz- und Niederschlagswasserbeseitigung berechnet. Grundlage für die Schmutzwassergebühr ist die bezogene Frischwassermenge. Die Niederschlagswassergebühr berechnet sich nach der Gr??e der überbauten und einleitenden versiegelten Fl?chen sowie der Befestigungsart. Pflaster mit Sickerfugen, Rasengittersteine, Anlagen zur Sammlung von Niederschlagswasser (Zisternen mit Notüberlauf) wirken sich Gebühren reduzierend aus.

Gründach
Dachfl?chen, deren Ausbau und Bewuchs mit einer dauerhaft geschlossenen Pflanzendecke von mindestens 10 cm, die?dauererhaft einen?verz?gerten oder verringerten Abfluss des Niederschlagswassers bewirken.

Indirekte Einleitung
Das anfallende Niederschlagswasser wird nicht direkt in die ?ffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung eingeleitet, sondern in wassertechnischen Anlagen (z. B. Zisternen) zun?chst auf dem Grundstück zurückgehalten. Diese Anlagen besitzen aber einen Notüberlauf in die Kanalisation. Insofern wir die ?ffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung ebenfalls genutzt.

Mischwasserkanalisation
Die Ableitung von Schmutz- und Niederschlagswasser erfolgt in einem gemeinsamen Kanalisationsnetz. Mischwasserkanalisation ist haupts?chlich im Innenstadtgebiet vorhanden.

Normaldach
Dach mit Eindeckung aus gut ableitendem Material (Ziegel, Bitumenbahn, Metall?oder ?hnliches). Es handelt sich hierbei nicht um ein Gründach.

Notüberlauf
überlauf einer Rückhalteeinrichtung für Niederschlagswasser (Zisternen). Ist das maximale Speichervolumen der Rückhalteeinrchtung erreicht, wird das überschüssige Niederschlagswasser in die ?ffentliche Abwassereinrichtung abgeleitet.

?ffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung
Zu der „?ffentlichen Abwasserbeseitigungseinrichtung“ z?hlen?die gesamte Kanalisation, wie Regen-, Schmutz- und Mischwasserkanalisation, die Sonderbauwerke, wie Pumpwerke, Stauraumkan?le und Regenüberlaufbecken sowie die Kl?ranlage. Insbesondere im Niederschlagswasserbereich k?nnen hier auch sehr kurze Rohrleitungen für die Ableitung in die Vorflut in Betracht kommen.

Hierzu k?nnen auch ?ffentliche Versickerungsmulden, Versickerungsbecken, Regenrückhaltebecken etc. z?hlen.

?ffentliche (st?dtische) Kanalisation
Ist ein Bestandteil der ?ffentlichen Abwasserbeseitigungseinrichtung. Hierbei kann es sich um die st?dtische Regen-, Misch- oder Schmutzwasserkanalisation handeln.

Versickerungsf?hige Fl?chen
Eingeschr?nkt wasserdurchl?ssige Oberfl?chen, insbesondere Schotter, Kies, Splitt, Rasengittersteine, Rasenfugenpflaster, Porenpflaster, Aqua-Drain-Pflaster, Betonpflaster mit Sickerfugen, aber auch Grasfl?chen und gewachsene B?den. Dabei werden die Materialien technisch durch ihre Abflussbeiwerte unterschieden. Grasfl?chen oder gewachsene B?den gelten als komplett wasserdurchl?ssig, werden deshalb nicht erfasst und nicht mit einer Niederschlagswassergebühr belegt. Für teilversiegelte Fl?chen, insbesondere für Pflaster- oder Plattenbel?ge mit offenen Fugen gro?er Breite, die auf versickerungsf?higem Untergrund verlegt wurden, werden prozentuale Minderungen der Niederschlagswassergebühr je Quadratmeter gegenüber den wasserundurchl?ssigen, voll versiegelten Fl?chen vorgesehen.

Versiegelte Fl?chen
Wasserundurchl?ssige Oberfl?chen, insbesondere Asphalt, Beton, Pflaster, Verbundsteine

Versiegelungs- beziehungsweise Befestigungsart
Darstellung, ob die befestigte?Fl?che wasserundurchl?ssig, teildurchl?ssig oder stark durchl?ssig ist. In Abh?ngigkeit von dieser Eigenschaft wird anfallendes Niederschlagswasser mehr oder weniger in die ?ffentliche Abwassereinrichtung abgeleitet.

Zisterne
Einrichtung zur Sammlung und Speicherung von Niederschlagswasser. Zisternen gibt es mit oder ohne Notüberlauf an die ?ffentliche Abwassereinrichtung. Hat die Zisterne keinen überlauf zur Kanalisation, gelten alle daran angeschlossenen Fl?chen als nicht einleitend.

Zisternen werden ab einem Mindestinhalt von zwei Kubikmetern berücksichtigt.

In Abh?ngigkeit? von der Nutzung des Niederschlagswassers (Gartenbew?sserung, Gartenbew?sserung und Haushalt oder nur Haushalt) werden pro Kubikmeter Zisternenvolumen unterschiedliche Fl?chen in Abzug gebracht.

Für die Planung und den Bau von Regenwassernutzungsanlagen ist die DIN 1989, Teil 1 zu berücksichtigen.

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