Stadt Bayreuth

St?dtebauliche Rahmenplanung
„Herzogh?he“

Das Gebiet zwischen Scheffelstra?e, Dr.-Würzburger-Stra?e, Lippacherstra?e / Rankestra?e und Mosinger Stra?e ist Standort für verdichtetes Wohnen, einzelne Gewerbebetriebe und Verkaufsst?tten. Die vorhandene, klare Baustruktur, mit zwei bis drei Vollgeschossen der Wohngeb?ude, in einheitlichem Erscheinungsbild, mit ausladenden, rückw?rtigen Grünzügen und grünen Vorgarten- und Wiesenbereichen, sind besondere und identit?tsstiftende Merkmale im gesamten Quartier. Die, trotz der Verdichtung, aufgelockert wirkende, mit Grünfl?chen durchzogene Siedlungsstruktur ist als st?dtebauliche Charakteristik und Qualit?t besonders erhaltenswert.

Rahmenplanung Herzogh?he

Die Gemeinnützige Bayreuther Wohnungsbaugenossenschaft (GBW) plant, als Fast-Alleineigentümerin des relevanten Bereiches im Quartier ‘Untere Herzogh?he’, mit einem langfristigen, innovativen Konzept auf Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarfe in ihrem Wohnungsbestand zu reagieren. Für die Quartiersentwicklung ist vorgesehen, nicht nur die Wohngeb?ude respektvoll zu modernisieren, zu sanieren und energetisch zu ertüchtigen, sondern auch eine qualit?tvolle st?dtebauliche Erneuerung im Rahmen einer Konzeptentwicklung für ?Zukunftsf?higes Wohnen in Bayreuth“ auf den Weg zu bringen.

Der Stadtrat der Stadt Bayreuth hat in seiner Sitzung am 25. M?rz 2015 die st?dtebauliche Rahmenplanung „Herzogh?he“ beschlossen.

Was ist ?St?dtebauliche Rahmenplanung“?

Die st?dtebauliche Rahmenplanung (st?dtebauliche Planung im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr.11 BauGB) gewinnt im Zuge der vorbereitenden st?dtebaulichen Planung zunehmend an Bedeutung. Die GBW und das Stadtplanungsamt Bayreuth haben sich einvernehmlich auf die Anwendung dieses informellen Planungsinstrumentes in Form der vorliegenden st?dtebaulichen Rahmenplanung geeinigt, um eine abgestimmte, verfahrensbeschleunigende Grundlage für die planungsrechtliche Beurteilung von zukünftigen Bauvorhaben der GBW zu erhalten.

Die st?dtebauliche Rahmenplanung „Herzogh?he“ bildet somit eine qualitative Leitlinie für die Prüfung einzelner Bauvorhaben. Angestrebt wird moderne, energetisch optimierte Architektur unter Würdigung alter Baustrukturen und Geb?ude, die bereits saniert wurden oder zukünftig zu sanieren sind. Vorhandene und zukünftige st?dtebauliche Qualit?ten, die seitens der GBW und der Stadt Bayreuth erhaltenswert erscheinen, sollen so im Gesamtzusammenhang des Quartiers geprüft und gesichert werden.

Ziele und Inhalte der ?St?dtebaulichen Rahmenplanung Herzogh?he“

Die st?dtebauliche Rahmenplanung, soll

  • Grundlage für weitere Planungen (z.B. Bebauungspl?ne) und Vorhaben im Umgriff des Geltungsbereiches sein und
  • die qualitative Leitlinie für zukünftige Bauvorhaben, bzw. Prüfung und Bewertung eingehender Abriss- und Bauantr?ge bilden.

Folgende Eckpunkte sind von zentraler Bedeutung zur Sicherung vorhandener st?dtebaulicher Qualit?ten und unter dem Aspekt der energetischen Stadterneuerung im Quartier ?Untere Herzogh?he“:

1. Schaffung einer ?neuen Adresse“ an der Lippacherstra?e/Rankestra?e mittels ?Stadth?usern“ (Reihen-, Doppel-, Einzelhausbebauung) als

  • bauliche Variante und Gegenpol zum überwiegenden Geschosswohnungsbau in Bestand und Neubau,
  • Erhalt und F?rderung einer vielseitigen Nutzerstruktur zur Vermeidung einseitiger Bev?lkerungsstrukturen.

2. Erhalt und Sanierung des Baubestandes sowie energetisch optimierter Neubau in Bereichen des Geschosswohnungsbaus (entlang von wirksamen Raumkanten am Quartiersrand, in der Dr.-Würzburger-Stra?e und Hoffmann-von-Fallerleben-Stra?e) zur Sicherung des Wohnstandortes für vorhandene, zum Teil alteingesessene Bewohner.

3. Schaffung von drei zentralen Pl?tzen (Orten) der Begegnung mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten

  • Sozio-kulturell (Lippacherstra?e),
  • Nahversorgung (Fr?belstra?e),
  • Freizeit / Gastronomie (Hoffmann-von-Fallersleben-Str),

und mit guter Einbindung in vorhandene und neue Baustrukturen und Wegeverbindungen.

4. Vernetzung innerhalb des Quartiers mittels durchg?ngiger Fu?- und Radwegeverbindungen und Verknüpfung des Quartiers mit der st?dtebaulichen Umgebung zur F?rderung der Nahmobilit?t, v.a. Fu?- und Radverkehr.

5. Erhalt und Ausbau vorhandener ?ffentlicher und teil?ffentlicher Grünr?ume als verbindende Elemente und Orte von Kommunikation und Interaktion.

6. Sicherung und ggf. Ausbau vorhandener sozio-kultureller Einrichtungen (Kirche / Kindergarten) und Nahversorgungsangebote (B?cker / Metzger) im Rahmen der Daseinsvorsorge und Gew?hrleistung einer m?glichst langfristigen, selbstbestimmten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Quartier.

7. Aufwertung der st?dtebaulichen Strukturen und verkehrlichen Infrastrukturen durch grünordnerische Ma?nahmen (Pflanzma?nahmen und Ma?nahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Verkehrsberuhigung).

8. Vorhaltung von Fl?chen für ggf. erforderliche, zus?tzliche Stellplatzbedarfe und Stellplatznachweise entlang des Grünzuges an der Scheffelstra?e. Diese Optionsfl?chen resultieren aus der modellhaften Quartiersgestaltung als ?Autoarmes Stadtquartier“.

Bei Bedarf ist die Durchführung weiterführender Bebauungsplanverfahren für einzelne Teilbereiche zur Sicherung der gewünschten st?dtebaulichen Entwicklung und Schaffung von Baurechten denkbar.

Für weitere Auskünfte?wenden Sie sich bitte an das ?

Stadtplanungsamt
Neues Rathaus, Luitpoldplatz 13
10. Stock, Zimmer 1004,
Herr Heisinger

Tel.: 0921 251324

?ffnungszeiten:
Montag – Freitag: 8 – 12 Uhr
Mittwoch zus?tzlich: 14 – 18 Uhr

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