Stadt Bayreuth

Vergnügungsst?ttenkonzept

Die Vergnügungsst?tte im Stadtbild

Grunds?tzlich wirkt sich nicht allein die Existenz der Vergnügungsst?tte st?rend auf den Stadtraum aus. Vielmehr kann ihre Pr?senz und die Integration in den ?ffentlichen Raum zu negativen Bewertungen führen. Vergnügungsst?tten sind oftmals von auff?lliger, sich nicht einfügender Au?enwerbung mit grellen, aggressiven Lichtwerbeanlagen, Neonlicht, Blinklicht etc. gepr?gt. Geschlossen wirkende Erdgeschosszonen mit verklebten und verdunkelten Schaufenstern sorgen für einen funktionalen Bruch in durchgehenden Ladenzeilen. Vergnügungsst?tten gelten einerseits als Indikator für Trading-Down-Prozesse ? Rückgang der Angebotsvielfalt, Leerst?nde, Investitionsstau etc. ??ganzer Quartiere, die z.B. durch den Rückgang der Angebotsvielfalt, Leerst?nde und Investitionsstau sichtbar werden. Zum anderen kann die zunehmende Ansiedlung von Vergnügungsst?tten auch die Folge solcher Trading-Down-Prozesse sein.

Was z?hlt zu den Vergnügungsst?tten?

Dazu z?hlen:

  • Spiel- und Automatenhallen, Spielcasinos und Spielbanken,
  • Wettbüros,
  • Diskotheken und Nachtlokale jeglicher Art sowie Festhallen und
  • Varietés, Nacht- und Tanzbars, alle Tanzlokale und Tanzcafés, Stripteaselokale, Swinger-Clubs und Sexkinos einschlie?lich der Lokale mit Videokabinen (Film- und Videovorführung sexuellen Charakters).

Nicht dazu z?hlen:

  • Gastst?tten (Betriebe, bei denen das Essen und Trinken bzw. Bewirten im Vordergrund der gesch?ftlichen T?tigkeit steht),
  • (kleine) Tanz-Cafés,
  • Anlagen für kulturelle Zwecke (Theater, Oper, Kino im herk?mmlichen Sinn etc.) sowie
  • Einrichtungen und Anlagen, die vornehmlich sportlichen Zwecken dienen (Sport-/Fitness-Center).

„Graubereiche“ sind:

  • Billardcafés, Bowling-Center, Kinocenter/Multiplex-Kinos (Einzelfallbetrachtung notwendig – je nach Ausstattung und Ausrichtung der Betriebsform kann es sich um eine Vergnügungsst?tte handeln),
  • Bordelle/bordellartige Betriebe (i. d. R. Gewerbebetrieb, in Verbindung mit Animierbetrieb ggf. eine Vergnügungsst?tte) und
  • Sex-/Erotikshops (mit oder ohne Videokabinen).

Bestehende Vergnügungsst?tten im Bereich Untere Maximilianstra?e / Hohenzollernring

Ziele der Vergnügungsst?ttenkonzeption für die Stadt Bayreuth

Mit der ?Vergnügungsst?ttenkonzeption für die Stadt Bayreuth“ hat der Rat der Stadt Bayreuth ein st?dtebauliches Entwicklungskonzept im Sinne des § 1 Abs. 6 BauGB beschlossen, das für die Verwaltung als Handlungsleitfaden dient. Das Konzept enth?lt transparente und einheitliche Entscheidungsregeln für die Einzelfallbewertung. Es werden

  • die Wohnnutzung,
  • soziale Einrichtungen (z.B. Schulen, Kinderg?rten, Sportpl?tze, Ausbildungszentren),
  • das Stadt- und Ortsbild,
  • die Angebotsvielfalt von traditionellen Einzelhandels- und Dienstleistungsbetrieben in den Gesch?ftslagen,
  • traditionelle Gewerbebetriebe in Gewerbegebieten und
  • das Bodenpreisgefüge insbesondere in innerst?dtischen Nebenlagen und Gewerbegebieten

vor negativen Auswirkungen durch die zunehmende Ansiedlung von Vergnügungsst?tten geschützt. Die Stadt Bayreuth definiert einen Bereich im Stadtgebiet für die m?gliche Ansiedlung von Vergnügungsst?tten: Im Hauptgesch?ftsbereich (1a-Bereich) sind Vergnügungsst?tten unter der Auflage ausnahmsweise zul?ssig, dass sie au?erhalb des Erdgeschosses angesiedelt werden (vertikale Steuerung) und mindestens einen Abstand von rund 60 m zur n?chsten Vergnügungsst?tte einhalten (horizontale Steuerung).

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